Unsere Reisefavoriten – Was man auf Reisen immer dabeihaben sollte

Reisen ist toll. In unserer globalisierten Welt ist es so einfach geworden, einfach innerhalb kürzester Zeit an die entlegensten Winkel dieser Erde zu fliegen und dort andere Kulturen zu entdecken, oder einfach nur mal dem tristen nordeuropäischen Wetter zu entfliehen. Doch so sehr ich es auch liebe, irgendwo anders zu SEIN, so sehr hasse ich doch den Weg dorthin. Doch über die Jahre habe ich mir einige Dinge angewöhnt oder besorgt, die den ganzen Prozess um Einiges angenehmer machen.

Es geht dabei eigentlich gar nicht um das Fliegen an sich – damit komme ich ganz gut zurecht. Was mich am meisten stresst, ist das Gewusel und die zig Kontrollen und Beschränkungen am Flughafen. Im Flugzeug kehrt dann ja meist etwas Ruhe ein und man hat einen Moment Zeit, zu verschnaufen. Je länger dieser Moment (je nach Flugstrecke kann dieser ja auch gerne mal um die 10 Stunden dauern) sich hinzieht, desto weniger erholsam ist diese Verschnaufpause jedoch meist. Am Reiseziel angekommen fühlt sich der (Langstrecken-)Reisende dann nicht mehr vorfreudig beschwingt, sondern eher gerädert und irgendwie eklig. Im schlimmsten Fall sind Gliedmaßen eingeschlafen, Lippen ausgetrocknet und der Nacken so verspannt wie seit dem letzten Zelturlaub im Jugendcamp nicht mehr. So ging es zumindest mir anfangs immer. Und wie bei so vielen Fragen des Lebens konsultierte ich vertrauensvoll meinen weisen Freund Google, der mir auch ohne Umschweife eine Vielzahl von Internetseiten ausspuckte, auf denen gleichermaßen geplagte Reisende ihre allerbesten Reisetipps auflisteten. Die meiner Meinung nach besten habe ich hier nun zusammengetragen und diese Sammlung noch um einige eigene Erfahrungswerte und bewährte Tipps ergänzt.

[Anmerkung: Die Liste ist sehr umfassend, weil sie sich überwiegend auf Langstreckenflüge bezieht. Aber auch für Kurzstreckenflüge oder Reisen mit Bus und Bahn lassen sich einige Weisheiten daraus ziehen.]
  1. Organisation der Reisedokumente

Egal was man vergisst, das Meiste lässt sich grundsätzlich irgendwie anschaffen, sobald man am Reiseziel angekommen ist. Ausnahme: Reisedokumente. Ich persönlich drucke keine Tickets aus, sondern nutze Apps auf meinem Handy. Ich sammle aber grundsätzlich immer alle Dokumente im Apple Wallet und gebe an, dass sie mir auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden sollen. Das beschleunigt die Suche ungemein. Sollten einige Dokumente nicht ins Wallet gespeichert werden können, so mache ich einen Screenshot davon und speichere diesen in den Favoriten. Wer die Tickets auf dem Handy hat, der sollte eine Notfall-Powerbank samt Kabel im Handgepäck dabeihaben. Auch vom Reisepass oder Ausweis kann man sicherheitshalber Fotos oder Kopien machen. Ich finde es praktisch, alle Papierdokumente (Tickets, Visa, Ausweise, Reise- und Fluginfo, etc.) in eine Mappe zu tun, und diese stets griffbereit zu halten. So verliert man nichts und hat alles bei den Kontrollen sofort zur Hand.

  1. Koffer richtig packen

Ist der Koffer vernünftig gepackt, profitiert man die gesamte Reise noch davon. Es empfiehlt sich, Kleidung zu rollen und nicht flach zu falten. So passt mehr in den Koffer, man sieht was man dabei hat, und die Kleidung zerknittert nicht so stark.

Um auch den letzten Stauraum im Koffer zu nutzen, kann man Unterwäsche und Krimskrams in seine Schuhe stopfen. Socken und Schuhe sind außerdem ein ausgezeichneter Ort, um Zerbrechliches darin zu verwahren (z.B. Parfums, etc.).

Ich bin ein kleiner Organisationsfreak – weswegen ich alle Gegenstände thematisch ordne (z.B. „Kabel“, „Bikinis“, „Unterlagen“) und in separate Taschen oder Beutel sortiere. Dazu verwende ich Gefrierbeutel. Diese schützen nicht nur vor Schmutz, Feuchtigkeit und Auslaufen, sondern man sieht auch direkt, was sich darin befindet. Durch diesen Tipp spart man sich lange Suchzeiten, man vergisst weniger und auch umpacken wird schneller und einfacher.

Auch nicht vergessen darf man einen Wäschebeutel. Gerade wenn man auf Reisen Sport treiben möchte, dann kann man auf diese Art verhindern, dass auch der Rest der Kleidung nach kurzer Zeit muffig oder verschwitzt riecht. Auch hier eignen sich große Gefrierbeutel mit Zipper.  Einer meiner absoluten Lieblingstipps ist der, Trocknertücher in den Koffer zu legen. Eins kommt in den Wäschesack, ein anderes meist in die Netztasche im Kofferdeckel. Wenn man den Koffer dann öffnet duftet es immer ganz herrlich nach frischer Wäsche – und auch die Kleidung nimmt den Duft natürlich an.

Wer, wie ich, stets in Angst vor der Kofferwaage am Gepäckschalter hat, dem empfehle ich, sich eine kleine Kofferwaage für zuhause anzuschaffen. Personenwaagen sind meist nicht so genau, und außerdem kann man die praktische Handwaage auch gleich einpacken und für den Rückflug wiederverwenden. Die Investition zahlt sich aus: mir hat das Wiegen vorab seitdem erspart, sämtliche Jacken und Pullis aus meinem Koffer zerren und diese anziehen zu müssen, und dann anschließend im Michelin-Männchen-Style ins Flugzeug zu wanken.

  1. Komfort im Flieger

Komfort ist das A und O beim Reisen. Ich plane also immer schon lange im Voraus, was ich am Reisetag trage. Dank meiner Thrombose-Gene trage ich beim Fliegen Thrombosestrumpfhosen (klingt schlimmer als es ist, stellt euch einfach eine sehr dicke und sehr enge Nylonstrumpfhose vor). Auch wer nicht gefährdet ist, könnte sich aus präventiven Gründen mal eine anschaffen. Ansonsten tut es auch eine nicht-kneifende Strumpf- oder Sporthose. Darüber einfach ein Kleid und eine Jacke (Zwiebellook empfiehlt sich ebenfalls), und fertig ist das Flug-Outfit. Zwei essentielle Dinge fehlen allerdings noch: ein Schal (!), der auch als Decke verwendet werden kann, wenn die Klimaanlage im Flieger mal wieder antarktische Lüfte in den Blechvogel bläst; und kuschelige, dicke Socken aus dem gleichen Grund, und damit man für den Toilettengang die Schuhe nicht wieder anziehen muss.

Seit Langem liebäugele ich außerdem mit einem hochqualitativen Nackenkissen – die Dinger sollen es zwar wohl wert sein, haben aber auch einen stolzen Preis. Meine Recherchen haben einige Favoriten produziert, die ich euch unten unter dem Beitrag mal verlinken werde. Ich habe allerdings noch keins davon getestet.

Zu guter Letzt empfehle ich Bewegung. Und einen Gangplatz. Fenster ist zwar immer nett um bei der Landung ein paar nette Fotos zu knipsen, aber für mich überwiegen die Vorteile eines Gangplatzes. Er ermöglicht einem nämlich nicht nur, aufzustehen wann man will, ohne dabei jedes Mal über einige, aller Wahrscheinlichkeit nach schlafende, Mitreisende klettern zu müssen, sondern ist auch der beste Platz um Wasser nachzuordern.

Zurück zur Bewegung: in regelmäßigen Abständen (alle 1-2 Std.) stehe ich üblicherweise auf, um mir die Beine etwas zu vertreten. Ich laufe dann durch die Gänge, gehe auf die Toilette und dehne mich möglichst unauffällig, um schmerzhaften Verspannungen vorzubeugen. Positiver Nebeneffekt ist dabei, dass man lustig schlafende Menschen beobachten kann, wenn man so durch die Gänge streift :-).

  1. Entertainment: Musik – die richtigen Kopfhörer und eine gute Playlist / Hörbuch; Power Bank für unterwegs; Polaroid-Drucker für Reisefotos

Wenn ich gerade nicht umherwandere oder schlafe, dann langweile ich mich. Auf das Entertainmentprogramm im Flieger ist erfahrungsgemäß nicht unbedingt Verlass – weswegen ich mein eigenes mit an Bord bringe. Bei Nachtflügen reicht mir das schwummrige Licht der kleinen Funzel über meinem Kopf nie zum Lesen. Mein Tipp daher: Hörbücher oder Podcasts! Ich bin treuer Audible-Kunde und lade mir vor jedem Flug ein paar neue Errungenschaften herunter. Alternativ stelle ich mir eine neue Musik-Playlist zusammen.

Ganz wichtig ist, immer ein Aufladekabel samt geladener Powerbank dabei zu haben. Und natürlich Kopfhörer. Ich persönlich schwöre dabei auf die Bluetooth-Variante, auch wenn sich diese nicht mit dem Bordfernseher verbinden lassen. Ich habe die Kopfhörer von Sudio (LINK) getestet, die allesamt ohne Kabel auskommen. Wie oft habe ich mir schon die Hörer aus dem Ohr gerissen oder mich mit dem Kabel im Schlaf halb stranguliert. Dank der Kabellosigkeit meiner neuen Errungenschaften (deren Style-Faktor ebenfalls nicht zu unterschätzen ist), passiert mir das nun nicht mehr.

  1. Essen: Eigene Snacks oder Vegetarisches Essen vorbestellen

Was das leibliche Wohl anbelangt, so empfehle ich, die Sache selber in die Hand zu nehmen und nicht auf Flugzeugkost zu vertrauen. Sofern erlaubt nehme ich mir kleine, gesunde Snacks wie Früchte, Nüsse, Reiswaffeln oder Ähnliches mit auf den Flug. Falls dies nicht möglich ist, bestelle ich meist ein Essen vor – vegetarische Gerichte sind dabei meist nicht nur leckerer, sondern werden auch schneller serviert.

Wer eine leere Wasserflasche im Handgepäck hat, der muss am Zielort angekommen keine drölfzig Euro in frisches Wasser investieren, sondern kann sein Fläschchen einfach direkt mit Leitungswasser (sofern trinkbar!) oder am Wasserspender auffüllen.

  1. Beauty

Alle Beauty-Maßnahmen und Produkte aufzuzählen und zu erläutern würde den Rahmen dieses Posts sprengen – daher werde ich mich diesem Thema noch einmal ausführlicher in einem separaten Post widmen. In Kürze gilt es, die von der trockenen Luft beanspruchte Haut wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen und außerdem das Gammel-Gefühl mit ausreichend erfrischenden Maßnahmen (Zähneputzen, Abschminken, etc.) zu verhindern.

Allgemein lässt sich sagen: Vorbereitung ist König. Das kleine bisschen extra Planung im Vorfeld und die Zeit und Gedanken, die man vorab investiert, zahlen sich am Reisetag ungemein aus und sind es definitiv wert. Ich bin immer noch kein Fan des Reisens an sich, aber wenn ich mir meine Playlist zusammenstelle oder ein neues Hörbuch herunterlade und meine liebsten Snacks einpacke, dann ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich mich schon fast etwas auf die Tortur freue.

In diesem Sinne und guten Flug.

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